• Patientenzimmer - Krankenhaus & Sanatorium Dr. Barner

Klinik Dr. Barner

Fachkrankenhaus für Psychosomatik und Psychotherapie

Polizistinnen/Polizisten, Soldatinnen/Soldaten und Rettungskräfte

Polizisten, Soldaten und Rettungskräfte haben ein erhöhtes Risiko, mit potentiell traumatischen Situationen konfrontiert zu werden. Dazu zählen z. B. Verkehrs- und Unglücksfälle, Einsätze in Kriegsgebieten mit gewalttätigen Angriffen auf die eigene oder eine andere Person oder einen Kollegen, der Umgang mit Toten, Schwerverletzten und Opfern sexueller Gewalt sowie der Umgang mit aggressiven Personen. Polizisten werden häufig Opfer von Gewalt, Einsätze von Soldaten in Kriegsgebieten sind selbst in der Freizeit mit der Angst ums eigene Überleben belastet, Rettungskräfte bringen nicht selten das eigene Leben in Gefahr um zu helfen.

Das alles kann zu Stresssymptomen bis hin zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) führen. Nach einem erlebten Trauma können psychische Beschwerden auftreten, auch wenn keine körperlichen Verletzungen vorliegen. Typische Symptome einer PTBS sind ein Wiedererleben des Traumas (zum Beispiel Albträume, Flashbacks) ein gesteigertes Erregungsniveau (Hyperarousal) sowie die Vermeidung von Reizen, die mit dem Trauma in Zusammenhang stehen. Häufig wird eine PTBS von einer Depression, Angststörung oder von somatoformen Symptomen begleitet. Auch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch können Folgestörungen sein, da viele Betroffene versuchen, ihre Beschwerden durch Alkohol und Medikamente zu kontrollieren.

Die PTBS ist eine normale Reaktion auf eine abnormale Situation, nämlich das traumatisierende Ereignis, das mit einer potentiellen oder realen Bedrohung verbunden ist. Das kann ein drohender Tod, das Erleben des Todes anderer, oder eine ernsthafte Verletzung bzw. Gefährdung der eigenen körperlichen Unversehrtheit sein. Während des Ereignisses treten Gefühle wie Entsetzen, Hilflosigkeit und Angst auf. Die Behandlung der Traumafolgestörung sollte so früh wie möglich durch erfahrene Therapeuten erfolgen, um einer Ausweitung der Symptomatik entgegenwirken zu können.

Darüber hinaus führt der Berufsalltag von Polizisten, Soldaten und Rettungskräften sehr oft zu psychischen und physischen Belastungen durch Wach- und Wechseldienste, wenig Personal bei wachsendem Aufgabenspektrum und damit zu einer Dauerbelastung. Die angesammelten Überstunden, die nicht mehr abgebaut werden können, verursachen Frust und Dauerstress. Die Erschöpfungsdepression, die sich daraus langsam und schleichend entwickelt, wird oft erst dann wahrgenommen, wenn Körpersymptome oder Stimmungseinbrüche auftreten.

Beschwerden nach einer Traumatisierung können unterschiedlich sein:

  • Erhöhte Schreckhaftigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Panikattacken
  • Albträume
  • Aggressivität
  • Schuldgefühle
  • Traumata können sich auch durch körperliche Beschwerden bemerkbar machen.

Diagnosen können sein:

  • Angsterkrankungen
  • Depressive Episoden
  • Folgeerkrankungen von Burnout
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Traumafolgestörungen und posttraumatische Belastungsstörungen

Behandlungsangebote:

  • Traumatherapie (nach Reddemann und Sachsse)
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Systemische Therapie
  • Themenbezogene Gruppentherapien: Achtsamkeitsgruppe
  • Stabilisierungstechniken, TRIMB, EMDR
  • Körperorientierte Psychotherapien: Tanztherapie, therapeutische Arbeit mit dem Pferd
  • Ergotherapie und Kreativtherapien: Kunsttherapie, Schreibwerkstatt
  • Entspannungsverfahren: progressive Muskelentspannung (PMR), Imaginationstechniken, Yoga und Taiji
  • Physiotherapie, manuelle Therapie, Cranio-Sacrale Therapie, Fango/ Massagen
  • Sport- und Bewegungstherapien: Nordic Walking, Laufgruppe, medizinische Trainingstherapie

Beratung Aufnahme:
Tel. 05520 / 804-400

Allg. Informationen:
Tel. 05520 / 804-0

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