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Krankenhaus & Sanatorium Dr. Barner

Fachkrankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Lehrerinnen und Lehrer

Ein Gutachten des Aktionsrates Bildung kommt zu dem Ergebnis, dass 30% der Lehrer/innen und Erzieher/innen unter Erschöpfung leiden und die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt hat. Andere Studien belegen, dass Lehrer/innen in Deutschland erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt sind, dazu gehören psychische Erkrankungen wie Erschöpfungszustände und berufsbezogene Ängste, aber auch somatische Beschwerden wie Schmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Magen-Darm-Probleme d.h. Erkrankungen, die sich häufig nicht hinreichend auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen.

Besondere Beanspruchungen sind schwierige Schüler oder Eltern, große Klassen und eine hohe Stundenzahl. Auch mangelndes Prestige des Lehrerberufes und Mobbing werden als Gründe angegeben, warum die Diagnosen psychischer Erkrankungen im Bildungswesen ansteigen. Stress erzeugt auch, dass Lehrer/innen einen großen Teil der Arbeit zu Hause erledigen müssen, es also eine fehlende Trennung von Berufs- und Privatleben gibt. Neben ihrer fachlichen Kompetenz brauchen sie mindestens ebenso viel emotionale und soziale Kompetenz. Hierbei fehlt es den Lehrer/ innen zu oft an Unterstützung durch z. B. Supervisionen. So nehmen viele die Probleme aus den Klassenzimmern mit nach Hause und es fehlt ihnen die Zeit zum Abschalten und Erholen. Lehrer investieren viel Energie und bekommen oft zu wenig positive Rückmeldungen. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist nicht nur durch die fehlende Anerkennung von Seiten der Schüler belastend, sondern auch durch die enttäuschten Erwartungen der Schüler, was oft der Schulorganisation angelastet werden kann.

Da man nur bedingt auf strukturelle Gegebenheiten einwirken kann, stellt sich die Frage: wie kann ich konstruktiv mit Erschöpfung, Frustration und Stress umgehen? Es ist wichtig, sich realistische Ziele und Erwartung zu setzen, auf die eigene Work-Life-Balance zu schauen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Manche Lehrer brauchen Beratung, weil sie nicht mehr weiterwissen, andere, weil sie ihre noch bevorstehenden Berufsjahre mit viel Motivation und Kraft durchstehen wollen, da sie zufrieden mit der Berufswahl sind und ihren Beruf nicht aufgeben wollen.

Diagnosen bei Lehrern:

  • Depressive Episoden
  • Anpassungsstörungen an erhebliche Belastungen
  • Folgeerkrankungen von Burnout, Konflikten und Mobbing am Arbeitsplatz
  • Psychosomatische Erkrankungen wie funktionelle Störungen aller Organsysteme
  • Angsterkrankungen

Behandlungsangebote:

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Systemische Therapie
  • Themenbezogene Gruppentherapien: Achtsamkeitsgruppe
  • Körperorientierte Psychotherapien: Tanztherapie, therapeutische Arbeit mit dem Pferd
  • Ergotherapie und Kreativtherapien: Kunsttherapie, Schreibwerkstatt
  • Entspannungsverfahren: progressive Muskelentspannung (PMR), Imaginationstechniken, Yoga und Taiji
  • Physiotherapie, manuelle Therapie, Craniosacraltherapie, Fango/ Massagen, Schlingentisch
  • Sport- und Bewegungstherapien: Nordic Walking, Laufgruppe, medizinische Trainingstherapie, Trampolin

Beratung Aufnahme:
Tel. 05520 / 804-400

Allg. Informationen:
Tel. 05520 / 804-0

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